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“Das digitale Urheberrecht steht am Abgrund”

January 3rd, 2012 · 1 Kommentar

brand eins Online:

“Der Rechtswissenschaftler Karl-Nikolaus Peifer über die Überforderung des Rechts, das Unwesen von Abmahnungen und die kleine Münze.”

Tags: Copyright/Patente

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Kai // Jan 4, 2012 at 22:51

    Was ich mich bei der ganzen Debatte frage, ist: Was sagen eigentlich die Künstler (Schriftsteller und andere) dazu? Offensichtlich sind es nämlich nicht nur die Verlage und sonstige Rechteinhaber und -verwerter, die noch immer im analogen Zeitalter leben, sondern auch die absolute Mehrzahl der Künstler selbst. Da sitzt man in seinen alles digitale Rauschen absorbierenden Ohrensesseln und pflegt einen Künstler- und Werkbegriff, der aus dem 19. Jahrhundert stammt. Warum versuchen die Autoren nicht einmal, ihre Position offensiv(er) zu verteidigen? Warum arbeiten so wenige mit offenen Lizenzen, z.B. Creative Commons? Leute wie Cory Doctorow (http://craphound.com/littlebrother/about/#freedownload) oder – in Deutschland – die Quandary Novelists (http://www.the-quandary-novelists.com/copyleft) haben doch vorgemacht, dass sich neue und anspruchsvolle Literatur und ein modernes Urheberrecht sehr wohl miteinander vertragen. Und in der Musikszene sind freie Downloads, offene Werke und – damit verbunden – Remixes schon lange gang und gäbe. Es hat, so glaube ich, sogar der Musik, gewiss aber dem Live-Spielen eine neue Dimension und Qualität verschafft. Kurzum: über das digitale Urheberrecht sollten nicht oder zumindest nicht nur Juristen und Politiker bestimmen, sondern auch und gerade die Künstler selbst – am besten dadurch, dass sie neue Wege ausprobieren.

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